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Vokabeln lernen im vorbeigehen ... mit einem Sprachposter?

Wer kennt das nicht: Heute abend ist wieder Volkshochschulkurs Italienisch und man hat noch nichts gelernt, denn es war wieder wenig Zeit während der Woche, um die Vokabeln der aktuellen Lektion zu lernen. Ja, es müßte eine Methode geben, mit der man im Alltag lernen kann, ohne ein Buch aufschlagen oder den Computer einschalten zu müssen. Könnte hier vielleicht ein Sprachposter Abhilfe schaffen? Diese Idee ließ Reinhard Seer nicht mehr los. Denn damals während seines Studiums der Volkswirtschaft paukte er stundenlang Italienisch und suchte nach der Möglichkeit, die Sprache neben dem Studium zu lernen.

Nun ist das Studium schon lange vorbei und Italienisch wird auch nicht mehr gepaukt. Nach ein paar Jahren Arbeit im Controlling lernte Reinhard Seer den Umgang mit Datenbanken kennen. Gleichzeitig schritt die Computertechnologie voran, und er konnte sich einen Rechner leisten, der die riesigen Datenmengen eines Hintergrundbildes (bis zu 500 MB) bearbeiten konnte. "Vor 5 Jahren hätte meine Hardware sicher noch 50.000 DM gekostet, keine Chance für mich." Beides machte es schließlich überhaupt möglich, sich im Mai 1998 an die Verwirklichung der Idee zu wagen.

Dafür mußten aber noch zwei wichtige Fragen geklärt werden: Gibt es eine sinnvolle Anordnung der wichtigsten Vokabeln auf einem Poster, so daß man sich im Vorübergehen schnell zurechtfindet? Zweitens: Wirkt das Poster von weitem angenehm und nicht wie eine Ansammlung langweiliger Tabellen, ohne die Übersichtlichkeit zu stören?

Es begann ein langer Entwicklungsprozeß. In einem Standardwörterbuch findet man ca. 20.000 Einträge mit weitergehenden Erklärungen. Natürlich waren das viel zu viel für ein Sprachposter. Nach langer Auswahl und einer kontinuierlichen Gruppenbildung paßten am Ende 1.500 Vokabeln auf ein Poster, so daß die Schrift aus 50 cm Entfernung sehr gut lesbar ist. Nach dem "Inhalt" mußte das Layout entwickelt werden. Dabei schwebte dem Verfasser von Anfang an eine Lösung von "Text im Bild" an, so daß von Weitem die Bilder hervorstechen und aus der Nähe schließlich die Wörter leicht erkennbar auftauchen. "Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen," so der Verfasser heute rückblickend.

Die Sprachposter gibt es in den Sprachen Englisch (ISBN 3-934337-11-2), Französisch (~12-0), Italienisch (~13-9) und Spanisch (~14-7). Das Angebot richtet sich primär an fortgeschrittene Anfänger (damit man die Wörter richtig lesen und aussprechen kann) und an jene, die ohne großen Aufwand altes Wissen reaktivieren möchten (zum Beispiel für einen Urlaub in Spanien). Bestellung beim Seer Verlag Rudolphstr. 14 90489 Nürnberg oder im Internet unter www.sprachposter.de zum Preis von 19,80DM (versandkostenfrei).

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